Cladosporium sp.

MycoLytics -  Cladosporium sp.  auf Platte und in Direktmikroskopie

Links: Je nach Art sind die Kolonien von Cladosporium sp. dunkelgrün bis dunkelgrau, z. T. auch hellgrau. Sie wachsen sowohl auf Malzextrakt als auch auf DG-18. Rechts: Mikroskopische Abbildung einer Partikelsammlung mit verschiedenen Partikeln und einer Handvoll Cladosporium-Sporen in der Mitte.

Cladosporium sp. gehört zu den sogenannten „Schwärzepilzen“. Im mitteleuropäischen Raum kommt diese Gattung am häufigsten in der Außenluft vor, vertreten durch die Arten C. herbarum, C. cladosporioides und C. sphaerospermum. Vor allem in den wärmeren Monaten vermehrt sich Cladosporium sp. gerne und produziert kräftig Sporen. In der Außenluft ist die Verdünnung so stark, dass unser Immunsystem eingeatmete Sporen bekämpfen kann. Durch aktives Lüften gelangen diese Sporen in unsere Häuser und Wohnungen, die man aber durch regelmäßiges Putzen und Lüften leicht wieder los wird. Problematisch wird´s nur dann, wenn Sporen im Innenraum auf feuchten Untergrund treffen (auch Abtauschalen, feuchte Fensterrahmen etc.) und ein Befall entsteht. Sporen fangen an auszukeimen, erste Hyphen (Pilzfäden) wachsen aus und bilden ein Myzel (Pilzgeflecht). Auf dem richtigen Untergrund (z.: Gipskarton, Tapete etc.) wächst ein entsprechender Befall nicht nur flächig in die Breite, sondern auch in die Tiefe. Arten der Gattung Cladosporium sp. sind nicht toxisch, werden aber aufgrund der Produktion von Allergenen und der massiven Sporenmenge in die Gefährdungsklasse B bzw. C eingeteilt. Das bedeutet, dass auf Dauer Gesundheitsrisiken bestehen, wie die Ausprägung von Allergien oder Infektionen. Dies gilt vor allem für Risikogruppen wie Kinder, Kranke und Ältere, aber auch für gesunde Personen.