Pithomyces sp.

Das hier dargestellte Mikroskop-Bild einer Kontaktfilmprobe stammt aus einem älteren Bauernhaus (Bj. 1930). Eine defekte Rohrleitung ließ das zwei Jahre leer stehende Haus zu einem regelrechten Biotop (21°C, 81 % rel. Luftfeuchte) werden. Neben zahlreichen anderen Befallsflächen war eine Wand im Eingangsbereich mit dunkelgrauen Flecken übersät, welche sich im Mikroskop als Schimmelpilz der Gattung Pithomyces sp. herausstellte.

Schimmelpilz Pithomyces sp.

Schimmelpilzarten der Gattung Pithomyces sp. bilden relativ große, dunkle Sporen. Trotz ihrer Größe können sie erst im Mikroskop von anderen Schimmelpilzen unterschieden werden. Natürlicherweise kommen sie im Boden und auf vielen verschiedenen Pflanzen vor, häufig auf abgestorbenen Blättern oder Stängeln (wie Getreide/Streu). Sein Ursprung bezieht sich eher auf wärmere bis tropische Gebiete, allerdings scheint er sich allmählich auszubreiten. Laut Literatur werden 50 verschiedene Schimmelpilzarten zur Gattung Pithomyces sp. gezählt. Die am häufigsten anzutreffenden Arten sind P. chartarum und P. sacchari. Studien belegen den Zusammenhang von Pithomyces-Arten und Infektionen der Finger- und Zehennägel sowie der Ausprägung von Asthma. Weiterhin sind Arten der Gattung Pithomyces an der Ausbildung von Allergien beteiligt und produzieren Mycotoxine (z. B. Sporidesmin).