Stachybotrys sp.

Stachybotrys Kolonien
Stachybotrys Mikroskop
Stachybotrys, Chaetomium, Aspergillus

links: schwarze Kolonien von Stachybotrys sp.

mitte: Sporenträger von Stachybotrys sp. bei 1000-facher Vergrößerung im Mikroskop

rechts: Partikelsammlung zeigt Sporen im Mikroskop. A = Aspergillus sp., S = Stachybotrys sp., C = Chaetomium sp.

Es kommt tatsächlich nicht oft vor, dass drei der Schimmelpilz-Stars in einer Partikelsammlung auf einmal zu sehen sind. Ein Sporenträger der Gattung Aspergillus (A) und Sporen der Schwärzepilze Chaetomium (C) und Stachybotrys (S). Über Aspergillus und Chaetomium hatten wir bereits was erzählt, daher kommt heute der berüchtigte Stachybotrys an die Reihe. Er wächst gern auf papierhaltigem Material (Gipskarton, Tapete etc.) und bevorzugt ein eher feucht-nasses Milieu wie z. B. nach einem Wasserschaden. Stachybotrys bildet viele Sporen, die mit einer Schleimhülle umgeben sind. Diese sorgt dafür, dass die Sporen nicht so leicht in der Luft umherwirbeln. Das Hauptproblem bei Stachybotrys sind aber weniger die Sporen (obwohl auch die zu Allergien führen können), sondern die produzierten Mykotoxine (Pilzgifte wie Satratoxin, T2-Toxin, Trichothecene). Bereits wenige Sporen bewirken eine Toxinwirkung und können zu Vergiftungen führen. Auch wenn Kinder, Ältere und Kranke stärker gefährdet sind, muss (!) ein Befall dieser Art im Rahmen einer gesundheitlichen Vorsorge auch bei gesunden Raumnutzern entfernt werden.